DI. Karl Schwanzer

Karl Schwanzer wurde im Jahr 1918 in Wien als Sohn einfacher Leute geboren. Bereits als Kind begeisterte ihn der Hausbau (Schrebergartenhäuschen) seiner Eltern fürs Bauen und Planen, großes Interesse erweckte in ihm zudem die Arbeit seines Onkels, e
ines Zimmermanns, der ihn bereits in jungen Jahren in diesem Handwerk unterwies.

Nach der Matura in einem Wiener Realgymnasium 1936 entschloss sich Schwanzer trotz der schlechten Berufsaussichten dieser Zeit für das Studium der Architektur an der Technischen Hochschule in Wien, das er 1940 mit Diplom abschloss. Während des Studiums arbeitete er als Techniker in mehreren Architekturbüros und 1942 dissertierte er mit der Arbeit „Neues Bauen im befreiten Oberschlesien. Der Ring in Sohrau. Entschandelung und Gestaltung“. Bereits 1941 war Schwanzer zum Wehrdienst eingezogen worden, wo er nach kurzem Truppendienst krankheitsbedingt zum zivilen Baudienst überstellt wurde. Er arbeitete zunächst als Planungsarchitekt und später als stellvertretender, dann selbständiger Bauleiter bei größeren Bauvorhaben der Luftwaffe.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war Karl Schwanzer bei der „Allbau“-Bauwerkstätten GmbH Bayern als technischer Leiter tätig. Im Jahr 1947 wurde er Assistent Oswald Haerdtls an der Hochschule für angewandte Kunst Wien (bis 1951), durch den er Zugang zur internationalen progressiven Architekturszene fand. Gleichzeitig arbeitete er als freischaffender Architekt in Wien und gründete 1948 sein eigenes Architekturbüro, das zu einem der größten und produktivsten Ateliers des Landes werden sollte.

Ein Jahr nach seinem großen Erfolg mit dem Pavillon auf der Weltausstellung in Brüssel 1958 erhielt Karl Schwanzer eine ordentliche Professur an der Technischen Hochschule Wien, die er bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1975 innehatte. Neben der Lehrtätigkeit in Wien war Schwanzer ab den 1960er Jahren auch als Gastprofessor an den Technischen Universitäten Darmstadt, Budapest und Riad tätig.

Karl Schwanzers Begeisterung für die Architektur kann wohl eindrucksvoll mit dem Satz „Mit der Lösung eines Problems ist man verkettet bis zur Selbstaufgabe“ verdeutlicht werden, der sich in der Einleitung zu seinem Buch „Architektur aus Leidenschaft“ findet. Selbstzeugnisse dieser Art sowie Berichte seiner ehemaligen StudentInnen und MitarbeiterInnen beschreiben ihn als einen unermüdlich Arbeitenden, der mit nahezu unerschöpflicher Aktivität sein Leben zu fast 100 Prozent der Architektur widmete: „denn wenn [er] sie nicht gerade ausübte, diskutierte er wenigstens darüber“ (profil, 1975, S. 37). Karl Schwanzer prägte ein neues Bild des Architektenberufs und hinterließ ein umfangreiches Œuvre; es findet sich kaum eine Bauaufgabe, der er sich nicht gewidmet hätte.

Am 20. August 1975 schied Karl Schwanzer aus dem Leben. Die hohe Anerkennung, die der Architekt bereits zu Lebzeiten erfahren hatte, zeigte sich auch durch die posthume Verleihung des „Großen Österreichischen Staatspreises für Architektur” im Jahr 1975. 2008 erfolgte die Benennung einer Gasse nach ihm im 10. Wiener Gemeindebezirk.

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Architekt DI Philipp Janes
Architekt DI Bernhard Rapf

Freunde und Weggefährten seit 15 Jahren. Gemeinsames Studium in Wien und London. 2000: Gründung des Architekturbüros A2K in Wien.

Geschäftsführende Gesellschafter, Ziviltechniker/Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und Burgenland

Das Architektenteam DI Philipp Janes und DI Bernhard Rapf ist mit den Planungen und Ausführungen unseres Projektes „Palais Wessely“, in der Argentinierstraße 23, 1040 Wien, beauftragt.

Bauvorhaben: Das bestandsfreie Palais Wessely und das hofseitige Bürogebäude werden unter Wahrung der historischen Substanz in hochwertige Wohnungen umgewandelt und dem ursprünglichen Zweck als Wohngebäude mit einer bemerkenswerten Ausstrahlung zurückgeführt.

Die bezugsfertig ausgestatteten Wohnungen werden zeitgemäß und auf hohem Niveau ausgeführt. Der große Respekt für die hervorragende historische Ausführung wird dabei zum Leitfaden für die Planung, die Revitalisierung und die finale Umsetzung.

Josef Weichenberger Architekten + Partner

Margaretenstraße 9/3; 1040 Wien | Österreich

DI Josef Weichenberger

Geboren 1964 in Salzburg, Österreich. Studium an der Universität Innsbruck, Österreich (Diplom 1990), Lehrtätigkeit an der Universität für angewandte Kunst Wien und an der Technischen Universität Wien.

Ab 2002: Josef Weichenberger Architects in Wien Seit 2012: Atelier Josef Weichenberger Architects + Partner in Wien  

 

Mark Steinmetz

Geboren 1972 in Bad Lauterberg im Harz, Deutschland, Studium in Cottbus, Deutschland (Diplom 2001).

Seit 2012: Atelier Josef Weichenberger Architects + Partner in Wien 

 

Werke (Auswahl) | projects (selected)

WHS – Wohnhaus Stollberggasse, Wien | Austria 2015
SW2 – Studentenwohnheim Ausstellungsstraße, Wien | Austria 2013
GZS – Pflegewohnhaus Simmering, Wien | Austria 2012
MG9 – Umbau und Sanierung Wohnhaus Margaretenstraße, Wien | Austria 2012
PEL – Gartensiedlung Pelargonienweg, Wien | Austria 2009
SEN – Wohnpark Sensengasse, Wien | Austria 2009
BWB – Krankenhaus mit Tagesklinik, Baden | Austria 2007
FUX – 2 von 5 Schwestern, Wien | Austria 2006
ROT – Stadtvilla Rotenmühlgasse, Wien | Austria 2005
LEO – Outletcenter Leoville, Leobersdorf | Austria 2005
MOT – Hotel Orange Wings, Krems | Austria 2003

 

Preise | awards

„VIEWIEN – Architektur entdecken“, 2015 „austrian brick and roof award 13/14“, 2. Preis, 2013

„gebaut 2013“, Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) der Stadt Wien, 2013

„27. Wiener Stadterneuerungspreis“, Anerkennung, 2012

„AIT Award 2012“, Kategorie „ Gesundheit + Pflege/Health + Care“, 2. Preis, 2012

„gebaut 2011“, Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) der Stadt Wien 2011

„gebaut 2009“, Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) der Stadt Wien, 2009

„NÖ Baupreis“, Anerkennung, 2008